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ONLINE-SICHERHEIT
26. AUG. 2025

Tipps, um Betrug beim Online-Gaming zu vermeiden

Gaming kostet Zeit: Egal ob man gerade ein neues Spiel entdeckt, mit Freunden lacht … oder versucht, ahnungslose Spieler reinzulegen. Moment mal, andere betrügen? Genau so leicht wird man selbst erwischt! Zwischen all den echten Gamern stecken eben auch Betrüger, die nicht sofort auffallen. Damit du sie trotzdem erkennst, haben wir 8 Tipps für verschiedene Plattformen zusammengestellt. So behältst du online den Adlerblick und erkennst fiese Tricks, bevor sie dir schaden.

1. Discord Scam: Vorsicht bei neuen Discord-Mitgliedern

Anonymität auf Discord ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits schützt sie dich vor Fremden oder ungewollten Kontakten. Andererseits macht sie es Scammern, Trollen und Raidern leicht, dich dauerhaft zu nerven, obwohl sie schon gebannt wurden.

Deshalb ist besondere Vorsicht bei Nutzern mit dem „Neues Servermitglied“-Badge geboten. Dieses Zeichen tragen alle in den ersten 7 Tagen, nachdem sie einem Server beigetreten sind. Wenn du eine unerwünschte DM bekommst, schau dir an, ob die Person dieses Icon auf einem gemeinsamen Server trägt. Zusätzlich kannst du mit der Suchfunktion „from: [Nutzername]“ nach Chatverläufen suchen. Tauchen dabei keine sinnvollen Ergebnisse auf, ist das ein ziemlich sicheres Zeichen: Die Person ist kein aktiver Teil des Servers und sucht sich ihre Opfer gezielt in den Privatnachrichten.

2. Achtung: Betrüger im Posteingang

Nicht jede Privatnachricht ist gleich ein Problem. Manchmal ist es einfach nur Smalltalk oder ein netter Kontakt. Aber Vorsicht: Es kann schnell unangenehm werden, wenn dir ein Fremder plötzlich merkwürdige Fragen stellt. Oft steckt dahinter eine typische Betrugsmasche. Ganz egal, wie dringend oder überzeugend sie klingen: Wenn es dir zufällig oder verdächtig vorkommt, schau lieber nach, ob andere schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Einer der bekanntesten Tricks ist zum Beispiel der „Ist das dein Steam-Account?“-Scam auf Discord. Ziel solcher Nachrichten ist es, an deine privaten Daten, dein Geld oder sogar deinen ganzen Steam-Account zu kommen. In unserem Artikel dazu findest du noch mehr Tipps, wie du deinen Discord-Account schützen kannst.

Ein Steam Deck zeigt den Steam Store auf dem Bildschirm.

3. Steam Scam: Steam VAC-Banns im Profil

Ein ziemlich eindeutiges Warnsignal auf Steam ist ein Valve Anti-Cheat (VAC) Bann. Der wird Spielern verpasst, die in einem der über 100 Spiele mit VAC-Schutz geschummelt oder gehackt haben, etwa in Counter-Strike, Team Fortress 2 oder Call of Duty: Modern Warfare 2. Das Problem: Diese Banns bleiben für immer sichtbar und lassen sich nicht zurücknehmen, auch wenn sie schon Jahre zurückliegen und manchmal etwas irreführend sein können. Trotzdem verraten sie dir, dass hier in der Vergangenheit nicht fair gespielt wurde und genau das kann dich vor unerwünschtem Verhalten schützen.

4. Ständig wechselnde Profilnamen

Ein weiteres Warnsignal ist, wenn ein Profil ständig den Namen ändert, und zwar nicht nur kleine Variationen, sondern komplett unterschiedliche Bezeichnungen. Das deutet darauf hin, dass jemand schnell die Identität wechselt, um von einem Opfer zum nächsten zu springen, ohne erkannt zu werden. Achte außerdem darauf, ob Nutzer dubiose Webseiten in ihren Namen packen: Auch das ist ein klarer Hinweis auf unseriöse Absichten.

5. Private Profile

Screenshot eines privaten Steam-Profils.

Ein Klassiker: Da flattert eine Freundschaftsanfrage rein, aber das Profil selbst ist komplett dicht. Klar, Privatsphäre ist wichtig. Doch warum solltest du die Anfrage von jemanden bestätigen, von dem du gar nichts erfährst? Kommunikation ist schließlich keine Einbahnstraße. Und genau deshalb gilt bei geschlossenen Profilen automatisch: „Besser Vorsicht walten lassen.“

6. Roblox Scam: Währungs- und Geschenkkarten-Generatoren

Der Traum von kostenlosen Robux existiert, seitdem die kostenpflichtige virtuelle Währung 2007 in Roblox eingeführt wurde. In unserem Artikel über Robux-Generatoren erklären wir, wie diese Fake-Dienste funktionieren, die angeblich wie von Zauberhand dein In-Game-Guthaben erhöhen sollen, allerdings mit einem Haken: Du musst dafür eine betrügerische Website besuchen, deine Login-Daten preisgeben oder riskieren, dein Gerät mit einem Virus zu infizieren. Am Ende gilt: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch.

Dunkles Foto eines Xbox-Controllers vor einem Laptop.

7. Betrugsmaschen mit Temu-Einladungscodes

Auch wenn Temu selbst eine seriöse Plattform ist, vergleichbar mit Wish, sorgt ihr plötzlicher Auftritt für einiges an Unsicherheit und Skepsis. Dazu kommen aktuelle Betrugsmaschen auf TikTok und Xbox: Nutzer erhalten Nachrichten von Fremden, die sich als Xbox-Mitarbeiter ausgeben und behaupten, man habe eine Xbox-Geschenkkarte gewonnen. Alles, was man angeblich tun muss, ist, einen Code in der Temu-App einzulösen. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um einen Einladungscode, mit dem der Betrüger Belohnungen bzw. Geld auf sein Konto bekommt, während man selbst leer ausgeht.

Zwar ist diese Masche vergleichsweise harmlos, aber extrem lästig. Außerdem animiert sie Betrüger dazu, ahnungslose Nutzer anzulocken und ihre betrügerischen Praktiken nach und nach zu verschärfen.

PlayStation-5-Controller lehnt an einer PS5-Konsole.

8. Fake-Mitarbeiter & Phishing

Egal ob auf PlayStation oder einer anderen Plattform, als Faustregel gilt: Offizielle Mitarbeiter werden dich niemals direkt anschreiben, es sei denn, du hast selbst den Kundendienst kontaktiert, und dann ausschließlich über die offiziellen Kanäle. Das hält Betrüger jedoch nicht davon ab, sich als PlayStation-Mitarbeiter auszugeben und Nutzer mit Phishing-Tricks hereinzulegen.

Manche fordern dich etwa dazu auf, deine „Identität zu verifizieren“, indem du persönliche Daten wie E-Mail-Adresse oder Passwort preisgibst. Klingt absurd, oder? Sensible Daten einfach per Nachricht an eine fremde Person weiterzugeben? Doch in raffinierteren Fällen reicht schon ein einziger Klick auf einen bösartigen Link, der dich unbemerkt auf eine gefälschte Website weiterleitet, wo genau diese Daten abgegriffen werden.

Ich seh’ etwas, das du nicht siehst … und es ist ein Betrüger!

Genau: Ab jetzt hast du Adleraugen und erkennst sie sofort, egal ob auf PlayStation, Xbox oder Steam. Mit diesen Tipps hältst du unerwünschte Gäste aus deinen Chats fern.

Uns bei dundle ist es wichtig, dass alle Gamer online sicherer unterwegs sind. Sogar über Sugar-Daddy-Betrug mit Razer-Gold-Gutscheinen haben wir schon geschrieben! Aber keine Sorge: Wenn du ihre Tricks kennst, weißt du auch, wie du dich wehrst. Klar, manchmal merkt man erst hinterher, dass man reingelegt wurde. Halb so wild, das passiert. Falls doch: Schau dir unseren Leitfaden an, was du nach einem Betrugsfall tun kannst.
Bleib wachsam und vor allem: Viel Spaß beim Zocken!

Übersetzt von Volina Șerban

Tiago Mestre
Geschrieben von Tiago Mestre